Unwetter: Regenmassen stürzen auf Lohne

Gegen 19.30 Uhr öffneten sich am Freitagabend (2. August) in Lohne die Himmelsschleusen. Binnen einer Stunde fielen mehr 80 Liter pro Quadratmeter auf Lohner Boden. Gegen diese Wassermassen war die Kanalisation machtlos und so musste die Feuerwehr zu insgesamt 54 Einsätzen mit dem Stichwort „Wassereinbruch in Gebäude“ ausrücken. Bis in die Nacht waren die Feuerwehren aus Lohne, Südlohne, Brockdorf und Vechta sowie die THW-Ortsgruppe Lohne unterwegs.

Der Regen hatte sich vor allem auf die Innenstadt und die südwestliche Stadthälfte ergossen. Besonders schlimm traf es die Häuser entlang der Deichstraße und Nieberdingstraße sowie auf dem Gingfeld. Hier lief fast jeder Keller mit Wasser voll. Autos kamen auf den überfluteten Straßen zum Erliegen. Teilweise verunglückten sie in Straßengräben, da diese nicht von den Straßen zu unterscheiden waren. Ernsthaft verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Wasser da, wo es nicht hingehört, gab es im Waldbad. Der Technikraum des Lohner Freibades wurde überflutet. Ob das Freibad in den kommenden Woche öffnen kann, ist derzeit fraglich.

Auch die Industriebetriebe blieben nicht verschont. Die Firmen Dettmer und Pöppelmann (Werk 2) beklagten Wassereinbrüche in ihre Produktionsstätten. Das Hotel Hopener Wald musste seinen Betrieb auch wegen der Regenmassen einstellen und die Feuerwehr alarmieren.

Die Feuerwehren und das THW waren am Freitagabend mit 115 Männern und Frauen im Einsatz. Außerdem regelte die Polizei den Verkehr in den überfluteten Gebieten.

Auch am Samstagmorgen gingen die Einsätze weiter. Zwischen 10 und 14 Uhr rückte die Feuerwehr Lohne zu vier überflutete Keller aus.